Timo Krause – Marketing Enthusiast – hallo.digital GmbH

Unser Q&A Format mit Fragen zu Learnings aus der Krise und momentanen Best Practices. Jetzt kostenfrei für die IMD2021 anmelden und Beiträge von Topspeakern aus der Branche miterleben und mehr Fachinterviews freischalten. IMD2020  SpeakerBrands (Auszug):

Covid-19 Learnings & Best Practices

Hier unser Interview mit Timo zu aktuellen Erfahrungen mit der Corona-Pandemie.


IMD: Bitte stell Dich für die, die Dich nicht kennen, kurz vor. Wer bist Du, was machst Du bzw Ihr?

Hallo, ich bin Timo und arbeite mit weiteren Enthusiasten bei der hallo.digital GmbH. Wir veranstalten die gleichnamige Online-Konferenz in Karlsruhe. Zudem bieten wir Webinare, Seminare und weitere Weiterbildungsmöglichkeiten für Unternehmen und Menschen an. Ich selbst arbeite seit einigen Jahren im Marketing und bin als Generalist und Allrounder unterwegs. Bei der hallo.digital kümmere ich mich um Markenführung, Kommunikation, Kooperationen und und und. Wir haben einen kleinen feinen "Campus" mit unseren Komplizen den netzstrategen GmbH, den Marketing Monsters GmbH und der boxwise GmbH geschaffen und haben eine wachsende Community. Auf dem Campus bzw. bei den einzelnen Marken arbeiten überall Experten aus allen digitalen Disziplinen, die eine Mission und Vision eint: Wir wollen Menschen und Unternehmen digital handlungsfähig machen. Darauf haben wir alle tagtäglich richtig Bock und sind ein bunter, internationaler Haufen.


IMD: Alles klar. Was waren Deine/Eure Erfahrungen in den letzten Monaten? Was hat sich durch Corona verändert?

Wir waren als digitale Strategieberatung natürlich schon sehr gut aufgestellt. Wir sind es gewohnt "remote" zu arbeiten und haben zahlreiche Tools (u.a. GSuite, Slack, Asana) im Einsatz, die uns das alles schon vor Corona erlaubt haben. Daher war der "Switch" für uns bei weitem nicht so krass wie für andere Unternehmen. Wir haben ab April sofort kostenfreie Webinare angeboten, in unseren Kundenprojekten fanden die Termine virtuell statt. Sogar Workshop fanden bei uns virtuell statt, wurden aber aufgrund der Tatsache dass "Online" schnell ermüdend sein kann, zeitlich verkürzt oder aufgeteilt. Alles eine Frage der Organisation und Kommunikation.

Ein weiteres Beispiel: wir haben seit 6 Jahren eine monatliche Event-Reihe mit Talks aus der digitalen Welt. Diese haben wir in den Monaten April bis Juni rein virtuell durchgeführt und sind dann auf eine Hybrid-Lösung umgestiegen. Kurz: wir haben es geschafft flexibel zu reagieren. Dasselbe gilt für Bewerber-Interviews. Auch die haben wir z.T. remote gemacht und das hat funktioniert. Klar, gibt es da einige Hürden, aber es funktioniert.

Was wir natürlich – wie wahrscheinlich alle – schmerzlich vermissen, ist der persönliche Austausch und Kontakt.


IMD: Frage 3: Was sind Deine größten Learnings aus dieser Zeit? Hast Du Tipps für unser Publikum?

Meine größten Learnings basieren z.T. auf der ganz flache Hierarchie, die wir bei uns haben. D.h. jeder von uns organisiert sich seine Arbeit selbst. Wir sind aber in je nach Projekt in Teams zusammengewürfelt und entwickeln gemeinsam Ziele, die wir erreichen wollen. Diese Freiheit so zu arbeiten geht aber immer einher mit einer großen Verantwortung, die jeder von uns für dein Handeln übernimmt.

So, meine Learnings:
a) Homeoffice hat sich nochmal neu für mich etabliert und ich habe gemerkt, dass die Produktivität sogar steigt aufgrund weniger Ablenkung
b) wir haben virtuelle Teambuilding Events veranstaltet und treffen uns zum Pub-Quiz oder Weinproben. Das hat echt großen Spaß gemacht und war mental unheimlich wichtig, auch mal andere Kolleg*innen von anderen Standorten zu sehen.
c) Wir haben unsere Konferenz im Mai auf rein virtuell umstellen müssen. Das hätte ich nicht gedacht, dass das so reibungslos funktioniert und die Resonanz danach war toll.
d) Mein Motto: die Fahne weiter hoch halten: ich lasse mich durch Corona nicht entmutigen ,sondern versuche weiterhin mit positiver Energie Projekte in der Digitalisierung zu stemmen und Menschen weiterzuhelfen und diese zu verbinden.

Generell denke ich, dass einfach Mut und Vertrauen in Mitarbeiter notwendig ist. Das sind die Grundvoraussetzungen für ein Arbeiten in der virtuellen Arbeitswelt, in der viele sich von uns befinden.

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