Stephanie Keil – Marketingmanagerin – Deutsche van Rietschoten & Houwens GmbH

Unser Q&A Format mit Fragen zu Learnings aus der Krise und momentanen Best Practices. Jetzt kostenfrei für die IMD2021 anmelden und Beiträge von Topspeakern aus der Branche miterleben und mehr Fachinterviews freischalten. IMD2020  SpeakerBrands (Auszug):

Covid-19 Learnings & Best Practices

Hier unser Interview mit Stephanie zu aktuellen Erfahrungen mit der Corona-Pandemie.


IMD: Bitte stell Dich für die, die Dich nicht kennen, kurz vor. Wer bist Du, was machst Du bzw Ihr?

Ich bin Marketingmanagerin bei der Deutschen van Rietschoten & Houwens GmbH, besser bekannt unter "Elephant Brakes".
Wie der Name schon vermuten lässt, ein Hersteller für Bremsen. Viele denken jetzt erst einmal an Autos oder Fahrräder. Aber wir stellen Bremsen für Maschinen her, die Beispielsweise die Maschine bei Wartungsarbeiten im Stillstand hält. Eine wichtige Aufgabe mit hoher Verantwortung also. Meine Aufgabe als Marketingmanagerin ist dabei hauptsächlich die optimale Darstellung aller wichtigen Informationen rund um die Bremseinheiten. Sprich Kataloge, Datenblätter, Informationsbroschüren und die Pflege der Homepage. Ich habe dabei hauptsächlich mit Ingenieuren und Technikern zu tun, deren Anliegen es ist, möglichst schnell Informationen zur Handhabung oder Leistung der Bremsen zu erlangen. Eine spannende Aufgabe, mit wenig Spielraum für Fehler, es geht immerhin um die Sicherheit von Menschen. Daher ist immer höchste Konzentration gefragt.


IMD: Alles klar. Was waren Deine/Eure Erfahrungen in den letzten Monaten? Was hat sich durch Corona verändert?

Für mich persönlich hat sich einiges geändert. Ich musste aufgrund der Situation das Unternehmen wechseln, einige Unternehmen trifft Corona sehr stark, unter anderem meinen vorherigen Arbeitgeber. Das ist ein komisches Gefühl, wenn man eigentlich denkt, die eigene Stelle sei sicher, mit einer Pandemie rechnet ja niemand. Aber in der Situation muss man eben versuchen, dass beste draus zu machen und daher habe ich mich nach interessanten Stellen umgeschaut. Ich bin stark davon ausgegangen, dass es viel schwerer wird, da grade wenig eingestellt wird, man spart wo man kann, aber ich habe tatsächlich innerhalb kurzer Zeit einige interessante Stellen gefunden und auch Angebote bekommen und mich für meine aktuelle Position entschieden. Im Unternehmen nutzt man die Krise, um digital vorwärts zu kommen. Homeoffice ist z.B. in vielen Unternehmen ein schwieriges Thema gewesen, sei es die Technik gewesen oder mangelndes Vertrauen in die Mitarbeiter. Ich hoffe sehr, dass Corona uns zumindest dahingehend etwas die Augen öffnet, dass es in vielen Bereichen eine Erleichterung sein kann. Klar ist es sicherlich nicht für jeden und jede Position geeignet, aber ich hoffe sehr, dass uns die aktuelle Situation etwas deutlicher unsere Optionen aufweist.
Bei Elephant Brakes ist das Thema der Digitalisierung dieses Jahr mit besonderer Priorität. Man nutzt die Situation, um zu schauen, wo es Defizite gibt, was man verbessern und verändern kann. Dies kann ich eigentlich jedem Unternehmen ans Herz legen. Schaut wo eure Schwächen liegen, hört auf eure Mitarbeiter, verbessert euch kontinuierlich weiter. Das macht Unternehmen auch für Bewerber interessant und kann letzten Endes ein Kriterium sein. Für mich war es das, mir ist meine Life-Work-Balance zunehmend wichtiger und ich denke das trifft auch auf die kommenden Generationen zu.
Daher sollte man das beste aus der aktuellen Lage machen und in sich gehen, um zu schauen, was einem wirklich wichtig ist und wo man hin möchte.


IMD: Frage 3: Was sind Deine größten Learnings aus dieser Zeit? Hast Du Tipps für unser Publikum?

Ich selber habe mir viele Gedanken gemacht, schriftlich festgehalten und für mich selbst entschieden, dass ich gerne wieder etwas mehr an mir selbst arbeiten möchte. Meine persönliche Entwicklung liegt mir sehr am Herzen und ich möchte mich bestmöglich weiterentwickeln, um auch meine neue Position optimal ausüben zu können. Mit viel Verantwortung geht auch hoher Druck einher, den man irgendwie abbauen muss.
Ich habe wieder vermehrt angefangen Sport als Ausgleich zu machen, in mich zu gehen und Gedanken nieder zu schreiben. Etwas, was mir zu mehr innerer Ruhe verholfen hat und was ich wirklich jedem empfehlen kann. Auch der Austausch mit anderen, wie sie mit der Situation umgehen, was sich verändert hat, hat mir selber sehr geholfen, nicht zu verzweifeln.

http://www.elephantbrakes.com/