Silvia Korty – Teamlead Marketing – Wunderagent GmbH

Unser Q&A Format mit Fragen zu Learnings aus der Krise und momentanen Best Practices. Jetzt kostenfrei für die IMD2021 anmelden und Beiträge von Topspeakern aus der Branche miterleben und mehr Fachinterviews freischalten. IMD2020  SpeakerBrands (Auszug):

Covid-19 Learnings & Best Practices

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Hier unser Interview mit Silvia zu aktuellen Erfahrungen mit der Corona-Pandemie.


IMD: Bitte stell Dich für die, die Dich nicht kennen, kurz vor. Wer bist Du, was machst Du bzw Ihr?

Mein Name ist Silvia Korty. Ich bin verantwortlich für das Marketing bei der WunderAgent GmbH in Berlin.

Wir sind ein junges, dynamisches Unternehmen, das sich vorgenommen hat, Immobilien als enorm sichere und attraktive Anlageform für jeden zugänglich zu machen. Mit unseren SMART Services haben wir ein Dienstleistungskonzept entwickelt, das insbesondere Personen, die nur wenig Zeit oder kaum Vorerfahrung haben, ermöglicht in Immobilien zu investieren. Unser Versprechen ist ein rundum-Service, der unsere Kunden von der Definition der Anlagestrategie, Objektsuche, über die Finanzierung bis hin zum Kauf und darüber hinaus beim Management der Anlageimmobilie begleitet.


IMD: Alles klar. Was waren Deine/Eure Erfahrungen in den letzten Monaten? Was hat sich durch Corona verändert?

Als Teil eines jungen, digitalen Unternehmens war es für uns bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie möglich remote zu arbeiten. Allerdings wurde diese Möglichkeit nur selten bis gar nicht wahrgenommen. Seit März arbeiten schätzungsweise 80% unseres Teams dauerhaft im Home-Office. Diese Umstellung war für uns alle eine Feuerprobe, die wir mit Bravour gemeistert haben. Unsere Zusammenarbeit im Team ist unvergleichlich und wir haben gezeigt, dass der Erfolg eines Unternehmens nicht von der physischen Anwesenheit der Mitarbeiter abhängt.
Unsere Meetings, die jetzt viel regelmäßiger stattfinden als zuvor, halten wir mittlerweile digital ab. Die Kommunikation im Team ist trotz Entfernung noch stärker geworden, wodurch Prozesse dynamischer gestaltet und Zuständigkeiten verdeutlicht wurden.
Meiner Einschätzung nach haben wir als Unternehmen diese Krise schon längst als Chance begriffen und haben schon jetzt viele Learnings mitgenommen. Der Traum unserer Geschäftsführer war bereits vor der Krise, langfristig ein flexibleres Arbeitsmodell für unsere Mitarbeiter einzuführen. Die Maßnahmen zu Corona haben dieses Arbeitsmodell – zugegeben auf sehr abrupte Art und Weise – von heute auf morgen erfolgreich lanciert. Aus diesem Grund kann ich mir nicht vorstellen, dass wir als Unternehmen jemals vollkommen zu dem alten Status Quo zurückkehren werden. Wir werden uns dahingehend weiterentwickeln, eine Art Flexibilität beizubehalten und das Vertrauen in unsere Mitarbeiter weiterhin zu fördern. Wie genau das aussehen wird, können wir jedoch sicherlich erst nach Ende dieser Pandemie absehen.
Einige von uns (dazu gehöre auch ich), werden sich zweifellos freuen, das ein oder andere Gesicht wieder öfter in natura und nicht nur im Bildschirm zu sehen.


IMD: Frage 3: Was sind Deine größten Learnings aus dieser Zeit? Hast Du Tipps für unser Publikum?

1. Kommunikation
Sie ist das A und O. Sprecht Euch in Euren Teams ab – am besten täglich. Strukturiert die Aufgaben, verteilt diese auf die einzelnen Teammitglieder und setzt Euch Deadlines. Und das wichtigste: Scheut Euch nicht davor zu fragen, falls etwas unklar ist. Klar ist es mehr Arbeit das Handy in die Hand zu nehmen und den Kollegen anzurufen, als sich einfach kurz zu ihm umzudrehen. Trotzdem: Die Frage, die ihr zu stellen habt, ist trotz der Entfernung nicht weniger relevant geworden.

2. Vertrauen
Es gibt Sie überall: Die Lärchen und die Eulen. Wie toll ist es, wenn die Arbeitszeit nicht mehr von den Anwesenheitszeiten im Büro abhängig ist, sondern von den individuell produktivsten Tageszeiten?
Diese Flexibilität setzt eine Menge Vertrauen voraus, das von Seiten der Führungskräfte gegeben werden muss und seitens der Mitarbeiter nicht verletzt werden darf. Hierbei hilft ein stärkerer Fokus auf das Ergebnis und eine Vernachlässigung der Anwesenheit zu Büroöffnungszeiten. Natürlich kann dieses Modell nur bedingt und nicht für alle Positionen im Unternehmen (insbesondere die mit Kundenkontakt) umgesetzt werden. Aber ihr versteht den Impuls.

3. Teamwork
“We are all in this together”. Dieser Satz stand zu Beginn der Corona-Krise auf so manchem Unternehmens-Banner auf Social Media. Und so ist es: Jeder von uns ist von Einschränkungen dieser Pandemie betroffen. Deshalb ist es unabdingbar, dass wir weiterhin als Team agieren und zusammenarbeiten. Die ersten beiden Learnings geben schon gut wieder, wie ihr die Teamarbeit unterstützen könnt. Eine bewährte Möglichkeit, den Teamgeist weiter zu stärken sind außerdem digitale Teamevents. Dort findet ihr im Internet zahlreiche Ideen, wie ihr trotz physischer Entfernung eure Kollegen noch besser kennenlernen und auf Zoom, Google Meet oder MS Teams auch größere Meetings ohne Chaos moderieren könnt.

4. Motivation
Die Aussicht auf Normalität scheint oftmals in weiter Ferne. Gerade deswegen ist es wichtig, die Motivation nicht zu verlieren. Wir sollten uns alle vor Augen halten, wie dankbar wir sein können, unsere Jobs behalten zu haben und wie wichtig es deshalb ist, auch weiter dem Unternehmenserfolg beizutragen. Als Führungskräfte und als Mitarbeiter können wir uns täglich gegenseitig motivieren und vielleicht das ein oder andere Lob mehr verteilen, wenn jemand einen guten Job gemacht hat. Es sind die Kleinigkeiten, die stetige Anerkennung, die zur Steigerung der Arbeitsmotivation eines jeden beitragen können und die jeder von uns selbst in der Hand hat.

5. Positiv denken
Die Corona-Krise eröffnet neue Chancen. Nutzt die neugewonnene Zeit die Fortbildung zu machen, die ihr schon lange vor Augen hattet. Bringt Eure Ideen im Unternehmen ein und probiert neue Arbeitsweisen aus. Wir sind in einer spannenden Zeit voller Wandel, in der wir gezwungen werden, digitaler, innovativer und agiler zu Arbeiten. Das ist die beste Zeit, um Neues zu probieren und über uns als Menschen, Kollegen und als Unternehmen hinauszuwachsen.

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