Romy Fuchs – Head of Marketing – BEE Inbound AG im Interview zu den Inbound Marketing Days

Unser Q&A Format mit Fragen zu Learnings aus der Krise und momentanen Best Practices. Jetzt kostenfrei für die IMD2021 anmelden und Beiträge von Topspeakern aus der Branche miterleben und mehr Fachinterviews freischalten. IMD2020  SpeakerBrands (Auszug):

Covid-19 Learnings & Best Practices

Hier nun unser Interview mit Romy Fuchs von BEE Inbound AG
Wir haben mit Romy Fuchs von BEE Inbound AG gesprochen über seine aktuellen Erfahrungen zur Corona-Pandemie.


IMD: Bitte stell Dich für die, die nicht kennen, kurz vor. Wer bist Du, was machst Du bzw Ihr?

Seit über 6 Jahren sammle ich meine Erfahrung im Agenturumfeld, welche sich auf die All-In-One Software HubSpot spezialisiert haben – derzeit bei BEE Inbound AG, Zürich – und bin inzwischen zertifizierter HubSpot Trainer. Meine Leidenschaft gehört dem Aufstöbern neuer Wege, die direkt zu einem noch erfolgreicheren Inbound Marketing führen. Dass man dabei auch mal in eine völlig andere Richtung denken muss, reizt mich ganz besonders. Darüber hinaus arbeite ich mit meinen Kollegen an Performance-Ansätzen, die eine perfekte Zusammenarbeit von Marketing und Sales voraussetzen und stark an Ziele und Kennzahlen ausgerichtet sind. Frei nach dem Motto "Practice what you preach" setzen wir diese Erkenntnisse wiederum erfolgreich bei unseren Kunden um.


IMD: Alles klar. Was waren Deine/Eure Erfahrungen in den letzten Monaten? Was hat sich durch Corona verändert?

Für unsere Agentur selbst hat sich kaum etwas aufgrund Covid-19 verändert. Unser Team war schon immer sehr agil, unsere Services waren immer auf den Online-Bereich ausgerichtet und unsere Aufgaben ließen sich ortsunabhängig erledigen. Einzig die Anzahl der Homeoffice-Tage haben sich geändert – es sind einfach viel mehr geworden. Dies behalten wir auch weiterhin bei. Wobei ich selbst eine Sonderposition inne habe. Unsere Agentur hat seinen Hauptsitz in Zürich, ich arbeite jedoch seit Beginn remote aus der Nähe von München. Daher ist auch das Thema "Remote Leadership" für uns nicht neu – wir haben es sogar noch ausgebaut und suchen neue Mitarbeiter nun DACH-weit.

Größere Änderungen gab es bei unseren Kunden. Waren diese zwar bereits gut im Bereich Online-Marketing aufgestellt, stellten sie während Covid-19 fest, dass sie nun auch ihr Sales umrüsten müssen. Mit der HubSpot-Software war das jedoch von unserer Seite her kein Problem. Auch die Kommunikation hat sich gewandelt. Zwar haben wir bereits vorher viel via Communication Tools wie Slack oder über Asana geregelt, jedoch war der persönliche Kontakt in gewissen Abständen obligatorisch. Inzwischen werden viele Abstimmungen einfach über Online-Meetings geregelt – hier waren und sind unsere Kunden Vorbilder ihrer Branche, denn sie konnten dies in kürzester Zeit einfach umstellen – sicherlich auch aufgrund von HubSpot. Diesen Weg werden wir sicher auch Zukunft so beibehalten.

Covid-19 hat der Digitalisierung den Schub verliehen, der schon so lange überfällig war. Wir hoffen sehr, dass vieles nicht wieder in den alten Status Quo zurückfällt, sondern der Schwung bleibt.


IMD: Frage 3: Was sind Deine größten Learnings aus dieser Zeit? Hast Du Tipps für unser Publikum?

Sicherlich fehlte dem ein oder anderem ein Leitfaden, wie man mit der Pandemie umgehen sollte – dummerweise gab es keinen. Die Zeit war geprägt von Try and Error. Viele Ideen aus den USA ließen sich gerade im Marketing in DACH zwar anwenden, brachten aber bei weitem nicht den selben Erfolg. Mein Learning: Testen, Testen, Testen. Aber: Alles was du jetzt herausgefunden hast, ist in der nächsten Krise sowieso irrelevant. Jede Krise und jede Branche hat ihren eigenen Drive. Den gewünschten Leitfaden wird es nicht geben. Dennoch habe ich hier drei Tipps:

1) Schalte nicht deine Ads ab, weil du Geld sparen willst. Viele haben dies gemacht und die Anzeigenpreise sind daher stark gesunken und haben neue Möglichkeiten geschaffen sichtbar zu werden. Das wäre deine Chance gewesen.
2) Personalisiere und segmentiere deine E-Mails. Je genauer der Inhalt auf eine bestimmte Zielgruppe zugeschnitten ist, umso eher erreichst du diese auch. Experimentiere dabei auch mit der Betreffzeile (Emojis, Ansprache, Wording).
3) Kontrolliere deine Zahlen. Wenn du alle deine Aktivitäten nach Performance-Kennzahlen ausrichtest, dann siehst du zeitnah, welche Maßnahmen zielführend sind und auf welche du verzichten kannst – egal, ob eine Krise herrscht oder nicht.

Eines ist sicher: Wer jetzt noch nicht online ist, wird zu den Verlierern der Krise zählen. Es gibt so viele Spezialisten auf diesem Gebiet – man muss sie auch anhören (einstellen) und wenn die Ressourcen zur Inhouse-Umsetzung fehlen, muss man Outsourcen. Auch hier gibt es Profis wie BEE Inbound:

https://www.bee-inbound.ch/