Robert Weller – Director Marketing, Community & Education – konversionsKRAFT im Interview zu den Inbound Marketing Days

Unser Q&A Format mit Fragen zu Learnings aus der Krise und momentanen Best Practices. Jetzt kostenfrei für die IMD2021 anmelden und Beiträge von Topspeakern aus der Branche miterleben und mehr Fachinterviews freischalten. IMD2020  SpeakerBrands (Auszug):

Covid-19 Learnings & Best Practices

Hier nun unser Interview mit Robert Weller von konversionsKRAFT
Wir haben mit Robert Weller von konversionsKRAFT gesprochen über seine aktuellen Erfahrungen zur Corona-Pandemie.


IMD: Bitte stell Dich für die, die Dich nicht kennen, kurz vor. Wer bist Du, was machst Du bzw Ihr?

Ich bin Director Community & Education sowie Interim Marketing Director bei konversionsKRAFT, Deutschlands führender Unternehmensberatung für digitale Wachstumsstrategien und Conversion-Optimierung. Meine Leidenschaft und Mission ist es, Menschen in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung zu unterstützen, indem ich den Wissens- und Erfahrungsaustausch innerhalb einer kuratierten Community von Experten mit einem Growth Mindset fördere.

Außerdem bin ich freiberuflicher Content Experience Consultant mit Erfahrung aus dem Agenturgeschäft, E-Commerce- und SaaS-Unternehmen in verschiedenen Branchen sowie zahlreichen Projekten mit führenden Marken wie Adobe, BASF oder Telekom. Schwerpunkt meiner Arbeit ist “Content Design” im Sinne der strategischen Konzeption und visuellen Gestaltung von Inhalten zur Optimierung von User Experience und Conversions entlang der gesamten Customer Journey. Mein Buch “Content Design” wurde 2017 zum Bestseller und erscheint Ende 2020 in einer Neuauflage.

IMD: Alles klar. Was waren Deine/Eure Erfahrungen in den letzten Monaten? Was hat sich durch Corona verändert?

Die größte Veränderung, die ich seit März 2020 spüre, ist die Intensivierung und gleichzeitig Fokussierung geschäftlicher Kommunikation. Wo sich vorher Kollegen regelmäßig im Büro trafen, Meetings oft in geschlossenen Räumen abgehalten wurden und man sich mit Kunden oder Partnern zum Essen traf, so findet der Austausch heute größtenteils über das Internet statt. Die Folge ist eine Reizüberflutung durch unzählige Videokonferenzen, Webinare, Remote Workshops und lose Absprachen, die uns womöglich von unserer Arbeit im eigentlichen Sinne abhalten. Gerade in den letzten Wochen beobachte ich als Reaktion auf diese Veränderung ein steigendes Bewusstsein dafür, wo wir im Alltag eigentlich Zeit verschwenden oder zumindest einsparen könnten, um die Dinge zu tun, die uns (ergo unser Unternehmen) voranbringen. Die Suche und Nutzung von “smarten” Tools für die Automatisierung, zunehmende asynchrone Kommunikation und agilere Prozesse sind die Folge und führen in vielen Fällen sogar schneller zu (besseren) Ergebnissen als zuvor.

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IMD: Frage 3: Was sind Deine größten Learnings aus dieser Zeit? Hast Du Tipps für unser Publikum?

Mein erstes Learning: Für die Informationsübertragung braucht es keine Live-Meetings. Sofern keine aktive Austauschkomponente (Diskussion, Fragen o.ä.) erforderlich ist, lassen sich Informationen hervorragend über Screencasts, gemeinsame Dokumente oder auch Kollaborationstools wie Jira, Trello & Co. kommunizieren. Das hat den Vorteil, dass jede Person ihren eigenen Zeitplan definieren kann und weitestgehend unabhängig ist von fremdbestimmten Terminen.

Mein zweites Learning: In Kombination mit dieser Asynchronität bietet Remote Working den großen Vorteil, seinem eigenen Tagesablauf folgen zu können und eben nicht mehr an feste Arbeitszeiten gebunden zu sein und Zeit durch Pendeln zu verlieren. Gerade als Vater weiß ich diese Flexibilität sehr zu schätzen. Nicht nur mit Blick auf meine “produktiven Zeiten” im Tagesverlauf, sondern auch mit Blick auf meine Familie und Hobbys.

Mein Tipp ist daher vor allem einer: Passt eure Arbeitszeiten an euren natürlichen Biorhythmus an und nutzt produktive Zeiten für wichtige Aufgaben. Dadurch erledigt ihr diese effektiv und effizient und könnt guten Gewissens die übrige Zeit für die Strukturierung der nächsten Aufgaben und die (interne) Kommunikation widmen. Nutzt diese “Zeit des Übergangs” zum Experimentieren: Was funktioniert für euch, was nicht? Welche Tools helfen euch, welche Kosten euch Zeit? Wann braucht ihr den Dialog, wann braucht ihr lediglich eine Information? Viele dieser Fragen können wir jetzt besser beantworten als je zuvor.

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