Michael Möller – Inhaber – Möller Digital

Unser Q&A Format mit Fragen zu Learnings aus der Krise und momentanen Best Practices. Jetzt kostenfrei für die IMD2021 anmelden und Beiträge von Topspeakern aus der Branche miterleben und mehr Fachinterviews freischalten. IMD2020  SpeakerBrands (Auszug):

Covid-19 Learnings & Best Practices

0

Hier unser Interview mit Michael zu aktuellen Erfahrungen mit der Corona-Pandemie.


IMD: Bitte stell Dich für die, die Dich nicht kennen, kurz vor. Wer bist Du, was machst Du bzw Ihr?

Mein Name ist Michael Möller. Ich bin Head of Growth und Digital Marketing bei ehorses, Europas führendem Pferdemarkt. Darüber hinaus bin ich mit meinem eigenen Unternehmen Möller Digital als SEO Freelancer aktiv, organisiere das Online Marketing Meetup in Osnabrück und bin Dozent an der Akademie für Suchmaschinenoptimierung in Berlin.


IMD: Alles klar. Was waren Deine/Eure Erfahrungen in den letzten Monaten? Was hat sich durch Corona verändert?

Zum Einen hat sich das Konsumentenverhalten natürlich deutlich verändert. Es gibt Branchen, die es besonders hart getroffen hat (z.B. Veranstaltungsbranche oder die Reisebranche). Für andere Branchen war Corona wiederum eher ein Beschleuniger für Wachstum. Unternehmen, die bereits vorher gut bei der Digitalisierung Schritt gehalten haben und vielleicht sogar besser aufgestellt waren als die Konkurrenz, hatten sicherlich einen entscheidenden Vorteil. Gleichzeitig waren die letzte Monate auch immer wieder Ursprung für kreative Geschäftsideen. So habe ich zu Anfang der Corona Krise z.B. mal über ein Unternehmen berichtet, welches aus dem Emsland heraus digitale Bierproben per Livestream durchgeführt hat. Die Bierproben wurden dann immer unter der Woche an die Teilnehmer verschickt. Als es in den ersten Wochen noch kein Vertriebsnetz gab, hatten sich kleine Communities gebildet, die das Verteilen der Bierproben im Umkreis übernommen haben, um den Wirt zu unterstützen.

Zum Anderen hat sich natürlich auch die Arbeitswelt massiv verändert. Inzwischen sind einfach viele Angestellte im Home Office, so dass die Kommunikation über Zoom, Google Meet und andere Tools zum Alltag geworden ist. Schade ist tatsächlich, dass der persönliche Kontakt und der typische Small Talk an der Kaffeemaschine trotz dieser Kommunikationsmittel etwas verloren geht. Wobei wir uns wohl damit abfinden müssen, dass dies der neue Status Quo sein wird.


IMD: Frage 3: Was sind Deine größten Learnings aus dieser Zeit? Hast Du Tipps für unser Publikum?

Da gibt es sicherlich einige zu nennen, hier vielleicht mal 3 wesentliche Key Learnings von mir:

1. Trennung zwischen Home Office und Arbeit: Im Home Office tendiert man häufig dazu Privates und Berufliches zu vermischen und ist schnell auch mal 10-12 Stunden am Arbeiten. Früher konnte man klar trennen: Büro = Beruflich, Wohnung = Privates. Man muss hier für sich selbst klare Regeln im Home Office aufstellen.
2. Zeitersparnis durch keine Anfahrtszeiten: Gerade für Kollegen mit einer längeren Anreise zum Arbeitsplatz bringt das Home Office auch enorme Vorteile mit sich. Die meisten Arbeiten können auch von zu Hause aus gut erledigt werden. Bei einer Stunde An- und Abfahrt zum Büro gewinnt man in der Woche schnell mal 5 Stunden, die man effizienter nutzen kann.
3. Diversifizierung: Im Freelancing und Agentur Geschäft ist es extrem wichtig, sich nicht zu stark auf eine Branche zu fokussieren. Ich kenne einige Kollegen, die einen Großteil ihrer Kunden aus der Reisebranche haben bzw. hatten und seit Monaten massive Einnahmerückgänge zu verzeichnen haben, da die Marketing Spends deutlich reduziert oder pausiert sind.

https://moeller.digital

0