Matthias Nowak – Digital Marketing Manager – Valsight

Unser Q&A Format mit Fragen zu Learnings aus der Krise und momentanen Best Practices. Jetzt kostenfrei für die IMD2021 anmelden und Beiträge von Topspeakern aus der Branche miterleben und mehr Fachinterviews freischalten. IMD2020  SpeakerBrands (Auszug):

Covid-19 Learnings & Best Practices

Hier unser Interview mit Matthias zu aktuellen Erfahrungen mit der Corona-Pandemie.

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IMD: Bitte stell Dich für die, die Dich nicht kennen, kurz vor. Wer bist Du, was machst Du bzw Ihr?

Moin. Matze hier, Marketer bei Valsight.

Valsight entwickelt die SaaS-Plattform für die Unternehmenssteuerung von morgen. Naja, und von heute, wenn's gut läuft 😉 Controller und Finance-Verantwortliche können mit Valsight schnell, bequem und einfach (sprich: nutzerfreundlich) komplexe Szenarien simulieren und so endlich die Abkehr von ineffizienten Prozessen und eigentlich ungeeigneten Tools wie Excel vollziehen. Controlling-Prozesse werden transparenter, effizienter und deutlich mächtiger, weil viel mehr Optionen abbildbar werden. Außerdem kann man Forecasts und auch die Mehrjahresplanung mit Valsight machen und das ganze ad-hoc im Meeting anpassen und präsentieren – wenn's mal richtig schnell gehen soll.

Ich, Matze, habe Philosophie und Kunstgeschichte studiert und bin danach auf die mehr schiefe als gerade Marketing-Bahn geraten: Musikindustrie, E-Commerce, klassische Redaktion, Blogging, Affiliate, SEO, Agenturen und B2B-Produkte, das wäre so etwa mein CV in Kürze. Online-Marketing im B2B heißt für mich: richtig guten Content liefern, an die richtigen Leute, auf den passenden Kanälen. Am Ende darf sich das Marketing-Team an genau einer KPI messen lassen: dem Lead. Wer gute B2B-Leads will, muss halt zeigen, was geht. Und immer eine kleine Schippe drauf legen.


IMD: Alles klar. Was waren Deine/Eure Erfahrungen in den letzten Monaten? Was hat sich durch Corona verändert?

Nichts. Und einiges.

Vor einigen Monaten gab es dieses Meme: "Who led the digital transformation of your company – CEO? CTO? Covid-19?". Tatsächlich hat die Pandemie (insbesondere Lockdowns etc.) einiges hochgespült, was in vielen Unternehmen im Argen lag, vor allem: ein Mangel an Flexibilität. Und dann noch ein Mangel an Tools und Prozessen, um ersterem zu begegnen.

Viele sprechen von der "neuen Arbeitswelt" oder dem "new normal", was offenbar durch remote work und/oder Home Office charakterisiert wird … natürlich wird es für 'traditionelle' Mittelständler oder DAX30-Unternehmen eine gewisse Umstellung sein, wenn ein großer Teil der Belegschaft auf einmal nicht mehr kontrollierbar am Arbeitsplatz sitzt. Dass diese Kontrollierbarkeit schon vorher eine Farce war, belegt nicht nur die Existenz von 'Chef-Tasten' – Hotkeys zum Wegswitchen der NSWF-Inhalte im offenen Browser-Tab. Es wird offensichtlich, dass die mental belastende und umweltschädliche Auf-Teufel-Komm-Raus-Pendelei aus den Vororten in die Zentren längst nicht mehr zeitgemäß ist.
Ich selbst bin Anfang der 90er-Jahre zum ersten Mal 'Online gegangen' – damals noch mit einem 44k-Modem. Den Provider spielte damals die Uni Düsseldorf, an der Frau Mutter noch studierte. Das ist fast 30 Jahre her. Klar, waren Bandbreiten und Rechenleistung damals noch nicht für die Datenübertragungen geeignet, die unsere heutigen Videokonferenzen ermöglichen. Aber eigentlich hätte man die Zwischenzeit mal nutzen können – es schien damals eigentlich schon klar, dass der Arbeitsplatz nicht mehr allzu lange an einen Ort – das Büro – gebunden bleiben müsste.

Was also ist dieses 'new normal', von dem so viel die Rede ist? Eigentlich nichts, was der Rede wert sein sollte.

Props gehen raus an alle Familien, die nun das gesamtgesellschaftliche Verpennen des techno(sozio)logischen Wandels im Home-Office/Home-Schooling/Home-Kita ausbaden und sich immer noch lieb haben.


IMD: Frage 3: Was sind Deine größten Learnings aus dieser Zeit? Hast Du Tipps für unser Publikum?

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Es ist offenbar ein bisschen schwieriger geworden zu blenden: die großen Messen und Events fehlen, auf denen es vorgeblich immer um neue Produkte und irgendwelche Innovationen geht – und die eigentlich doch immer nur Kulisse sind für Blendwerk und Gesprächsanbahnung. Vielleicht ganz gut, vielleicht hilft es Spreu und Weizen zu trennen.

Wer beeindrucken will, muss seine Hausaufgaben machen, ein gutes Produkt anbieten und die übrig gebliebenen Kanäle so nutzen, dass Image und Anspruch deutlich rüberkommen.

Und sonst so?

– Lüften hilft (auch dabei einen kühlen Kopf zu bewahren!)

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