Christiane Manow-Le Ruyet – Chefredakteurin – Win-Verlag – e-commerce magazin

Unser Q&A Format mit Fragen zu Learnings aus der Krise und momentanen Best Practices. Jetzt kostenfrei für die IMD2021 anmelden und Beiträge von Topspeakern aus der Branche miterleben und mehr Fachinterviews freischalten. IMD2020  SpeakerBrands (Auszug):

Covid-19 Learnings & Best Practices

Hier unser Interview mit Christiane zu aktuellen Erfahrungen mit der Corona-Pandemie.

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IMD: Bitte stell Dich für die, die Dich nicht kennen, kurz vor. Wer bist Du, was machst Du bzw Ihr?

Als Chefredakteurin des e-commerce magazins verantworte ich den digitalen Auftritt sowie die Print-Ausgabe des Magazins. Es erscheint sechs Mal pro Jahr und ist ebenfalls auch per e-paper erhältlich. Seit über 20 Jahren sind wir der Wegweiser im E-Commerce für Entscheider, Geschäftsführer und Marketingverantwortliche, die ihr digitales Business erfolgreich voranbringen wollen. Uns ist es wichtig, über den Tellerrand hinaus, Themen zu behandeln und unseren Lesern und Usern einen echten Mehrwert zu bieten. Das zeigt sich bereits an der Aufmachung des Magazins.


IMD: Alles klar. Was waren Deine/Eure Erfahrungen in den letzten Monaten? Was hat sich durch Corona verändert?

Corona hat die E-Commerce-Branche ziemlich durcheinander gewirbelt. Auf einmal stand Online-Shopping im Fokus – vor allem Produkte des täglichen Bedarfs wurden nachgefragt. Das hat vielen Shop-Betreibern gute Gewinne in die Kassen gespült. Aber nicht jeder Online-Shop-Akteur konnte davon profitieren, vor allem aber die, die bereits schon vor der Krise eine funktionierende Online-Strategie umgesetzt haben.
Für uns als Redaktion hat sich das Informationsaufkommen seit Beginn der Pandemie vervielfacht. Covid 19 hat vor allem bei Unternehmen für kommunikative Hektik oder genau das Gegenteil gesorgt. Hier fehlt noch der innovative goldene Mittelweg.


IMD: Frage 3: Was sind Deine größten Learnings aus dieser Zeit? Hast Du Tipps für unser Publikum?

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So eine verrückte Zeit, wie wir sie gerade erleben, ruft entweder Panik hervor oder Stillstand. Wichtig ist aber, das Business der Situation entsprechend anzupassen und sich auch zu trauen, Neues auszuprobieren. Das müssen nicht gleich die umwerfenden und teuren Innovationen sein. Oftmals reicht es, beispielsweise den Kunden "richtig" zuzuhören und den eigenen Tunnelblick abzulegen, um etwa einen besseren und kundenorientierten Service anbieten zu können. Auch kleine Stellschrauben können Großes bewirken.
Wir als Verlag haben deswegen einen Newsletter eingeführt, mit dem Unternehmen ihre Webinare vermarkten können und starten nun auch ein Podcast-Format, das Unternehmen die Produktion abnimmt. Eben ganz einfach auf die Bedürfnisse des Kunden ausgerichtet. Daneben bieten wir interessante Online-Werbeformen an, mit denen unsere Kunden schon jetzt sehr erfolgreich Leads generieren.
Ich wünsche mir generell mehr unternehmerischen Mut bei Unternehmen. Mut, alte Zöpfe abzuschneiden und neue Wege zu einzuschlagen. Die Krise als Chance zu sehen, ist dabei das richtige Stichwort. Ob wir zum alten Status Quo zurückkehren, hoffe ich ehrlich gesagt nicht. Denn die Pandemie hat gezeigt, dass auf einmal zum Beispiel Arbeiten im Home Office kein Problem mehr war und auch die Digitalisierung in Unternehmen einen großen Schritt nach vorne gemacht hat. Das bleibt auch hoffentlich so. Alles andere wäre ein großer Rückschritt. Schade eigentlich, das wir dazu eine Pandemie benötigt haben, um den Rückstand der vergangenen Jahre ein bisschen aufzuholen.
Leider hat sich aber auch gezeigt, dass alte Muster, wie beispielsweise, dass sich Frauen während des Lock Downs in der Regel um Home Schooling und die Kinder gekümmert haben, noch weit verbreitet sind. Sehr erfrischend empfande ich es, wenn auch Väter gleichberechtigt diese Rolle übernommen haben. Davon müsste es noch viel mehr geben, damit Frauen nicht immer wieder bei null anfangen müssen, um sich das selbstverständlichste Recht – Gleichberechtigung – immer wieder erkämpfen müssen. Hier gibt noch immer zu viele Barrieren und zu starre Denkmuster – und nicht nur für Frauen. Menschen zu befähigen und ihnen einen Aufstieg in ihrer Karriere zu ermöglichen, auch wenn sie nicht den üblichen, eingeschliffenen Bildungsmustern entsprechen, sollte zum "Normal" werden. Momentan geht der Wirtschaft noch viel Potenzial verloren.

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