Anna Lüneberg – Head of Marketing – gigmit / GET a GIG GmbH

Unser Q&A Format mit Fragen zu Learnings aus der Krise und momentanen Best Practices. Jetzt kostenfrei für die IMD2021 anmelden und Beiträge von Topspeakern aus der Branche miterleben und mehr Fachinterviews freischalten. IMD2020  SpeakerBrands (Auszug):

Covid-19 Learnings & Best Practices

Hier unser Interview mit Anna zu aktuellen Erfahrungen mit der Corona-Pandemie.

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IMD: Bitte stell Dich für die, die Dich nicht kennen, kurz vor. Wer bist Du, was machst Du bzw Ihr?

Ich bin bei gigmit für "all things" Growth Marketing verantwortlich. Mein Marketingwissen habe ich in verschiedenen Digitalunternehmen von Food, Fashion, Reisen bis hin zu Matratzen erlernt und war bevor ich zu gigmit kam als Online Marketing Freelancerin tätig. Als ich letztes Jahr bei gigmit die Möglichkeit bekam mein Online Marketing Know-How mit meiner Leidenschaft Musik zu verbinden wurde ich Teil eines eines tollen Teams und war bereit wieder in Festanstellung zu arbeiten.
Seit meinem Start bei gigmit habe ich am Wachstum unserer Artist und Promoter Community gearbeitet und konnte mit meinem Team durch Performance Marketing, insbesondere Facebook Ads, unsere Nutzerzahl verdoppeln. Aber da es bei gigmit um Livemusik geht ist Social Media und Content Marketing ein mindestens genauso großer Teil meiner Arbeit. Auch die Aktivierung der bestehenden Community mit Mailkampagnen und dem gigmit Blog ist besonders in Zeiten von Covid-19 ein großer Teil meiner Arbeit.

Was macht gigmit genau? Wir sind quasi das Tech-Update für die Live-Branche: Als digitale Matchmaking Plattform für Musiker*innen und Veranstaltende steht gigmit für einfaches Booking und frische Line-Ups. Über 130.000 Live Acts & DJs und über 8.000 Promoter nutzen gigmit für ihr Booking. gigmit macht die relevanten Daten der Künstler*innen in einem EPK für Veranstaltende sichtbar und vereinfacht so die Art und Weise wie Konzerte organisiert werden. Seit der Gründung 2012 wurden auf gigmit mehr als 70.000 Auftrittsmöglichkeiten ausgeschrieben. Als Initiator des ebenfalls EU-geförderten “Innovation Network of European Showcases” (INES) bringt gigmit Talente auf die Bühnen von 19 Showcase Festivals in 18 Ländern. Mit dem Förderprogramm “Live Music Accelerator Berlin” (LMAB) unterstützt gigmit Musikschaffende bei zeitgemäßem Digital Marketing.


IMD: Alles klar. Was waren Deine/Eure Erfahrungen in den letzten Monaten? Was hat sich durch Corona verändert?

Die Corona Pandemie hat die Live Branche wohl am stärksten getroffen und auch wenn gigmit als digitale Plattform eher die Vermittlerrolle einnimmt, sind wir natürlich von unserer Community aus Musiker*innen und Veranstaltenden abhängig – und diese haben es derzeit sehr schwer.

Als es im März in Deutschland mit dem ersten "Lockdown" los ging, haben wir unsere Facebook Anzeigen erstmal pausiert. Uns schien es unpassend mit Gigs zu werben, wenn sich sowohl Künstler*innen als auch Veranstaltende Sorgen um ihre Existenz machen mussten. Doch wir haben uns schnell an die Situation angepasst und unser Angebot um Livestreaming Formate und Plattformen, die bei gigmit digitale Konzerte ausschreiben erweitert. So konnten wir mit anderer Message auch die Facebook Anzeigen wieder live stellen.

Mittlerweile gibt es auf gigmit nicht nur Live Gigs, sondern auch Radiosender und Labels, die auf gigmit neue Acts entdecken – mit unserem neuen FAN CHARTS Tool, das auf Basis von Social Media Fanzahlen zeigt welche Acts in einer Stadt gerade hoch im Kurs stehen. Was mich besonders freut ist unser eigenes digitales Showcase Format, Indoor Inspired, wo wir unseren Live Acts die Möglichkeit geben mehr Sichtbarkeit zu bekommen und für ihre Livestreams auch Tickets zu verkaufen, wie zuletzt in Zusammenarbeit mit Show4me.

Bekannte fragten mich, ob ich nun auch in Kurzarbeit sei, aber wir hatten mehr zu tun denn je, da wir viel mehr Content produzieren und neue Möglichkeiten für unsere Artist Community akquirieren mussten. Aber natürlich konnten wir die Krise damit nicht ganz abwenden und auch ich habe mein Gehalt freiwillig reduziert.

Gerade sieht es für die Veranstaltungsbranche leider wieder schlecht aus, sodass wir nur hoffen können, dass 2021 ein besseres Jahr wird und die Festivals zumindest in kleinerer Form stattfinden und über gigmit ihr Line-Up buchen.


IMD: Frage 3: Was sind Deine größten Learnings aus dieser Zeit? Hast Du Tipps für unser Publikum?

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Das größte Learning ist, dass die einzige Konstante im Leben die Veränderung ist, aktuell noch mehr als zuvor. Man weiß nicht wie sich die Lage entwickelt und muss flexibel bleiben. Man muss bereit sein neue (kreative) Wege zu gehen, auch wenn das bedeutet dass man das eigene Geschäftsmodell neu denken muss. In Krisen liegen auch Chancen und die muss man frühzeitig erkennen, auch wenn das wie ein Kalenderspruch klingt. Aber auch Zusammenhalt besonders in der Livemusik Branche ist wichtig und kann zu spannenden Kollaborationen führen, sodass immer wieder etwas Neues entsteht.

https://www.gigmit.com/